Weinlexikon

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Kleines Weinlexikon:


Barrique: Der Weinausbau im Barriquefaß erfolgt in neuen Eichenfässern die 225 bis 228 Liter beinhalten. Die Fässer werden von innen getoastet. So werden spezielle Gerbstoffe, Gerbsäuren und Harze aus dem Holz freigesetzt, die im Laufe der einjährigen bis 2-jährigen Lagerung des Weines mit dem Sauerstoff, der durch die Poren des Holzes in den Wein gelangt, zu einem großem Spektrum vielfältigster Aromen vereint. Die Aromen gehen von Tabak, Vanille bis zu rauchigen Noten. Voraussetzung sind von Hand ausselektionierte, vollreife und gesunde Weintrauben. Wir bevorzugen die Allier- und Spessart-Eiche mit mittlerer Toastung. Nur die ersten 3 Belegungen der Fässer ergeben Weine mit der typischen Charakteristik. Der Verschnitt der 1. bis 3. Belegung ergibt die vollendetsten „im Barrique gereiften“ Weine.

Biologischer Säureabbau: Bei Rotweinen ist er bei uns eine absolute Notwendigkeit. Neuerdings probieren wir auch bei einigen Weißweinen die Säuregehalte durch einen gezielten biologischen Säureabbau zu reduzieren. In unseren Holzfässern sind schon seit Jahrzehnten die Bakterienstämme enthalten, die bei höheren Temperaturen die rauh, unreif, aggressiv und spitz schmeckende Äpfelsäure in weiche Milchsäure abbaut. Diese Weine schmecken im Allgemeinen weicher, weniger sauer, süffiger, milder und duften nach reifen heimischen Früchten.

Degorgieren: Übersetzt: Enthefen. Beim Degorgieren wird das Hefedepot aus den Sektflaschen entfernt. Dazu wird der Flaschenhals in den vorher das Hefedepot des Sektes abgerüttelt wurde ca. 3 cm hoch eingeeist. Beim Öffnen der Sektflasche schießt das Hefedepot heraus, der klare Sekt bleibt in der Flasche.

Eiswein: Weine die bei Kältegraden ab mindestens minus 7° C gelesen und gepresst werden. Ab diesen Temperaturen gefriert der leichtzuckerhaltige Saft in den Beeren und bleibt als gefrorene Kristalle in der Presse zurück. Nur hochkonzentrierter Saft fließt ab, der Mostgewichte von 150° Oe (siehe Mostgewicht) erreichen kann.

Mostgewicht: Die Qualitätstufe eines Weines wird durch das Mostgewicht festgestellt. Es wird entweder mit dem Refraktometer oder mittels einer Mostspindel gemessen, die Maßeinheit ist in °Oechsle benannt (1° Oechsle (Oe) entspricht ca. 2,6 g Zucker je Liter).
Es ist eine Dichtemessung des Traubensaftes um den natürlichen Zuckergehalt zu bestimmen

Schwefel: Schon die Römer nahmen Schwefel um den Wein haltbar zu machen. Es gibt bis heute zum Schwefel keine Alternative um den Alterungsprozess des Weines zu verlangsamen Der Schwefel erfüllt im Wein drei Aufgaben:
1. Schutz vor mikrobiologischer Veränderung des Weines.
2. Schutz vor Oxidation und Alterung durch den Einfluss von Sauerstoff.
3. Abbindung von Gärungsnebenprodukten (Acetaldehyd, Brenztraubensäure) um einen unangenehmen Luftton zu verhindern.

Trocken“: Trockener Wein darf höchstens einen Restzuckergehalt „von Gramm pro Liter Säure plus 2“ haben bis höchstens 9 Gramm Restzucker. Das heißt: ein Wein mit 6g/l Säure höchstens 8g/l Restzucker, mit 8g/l Säure höchstens 9g/l Restzucker.

Classic“: Classic Weine dürfen höchstens doppelt soviel Restsüße wie Säure aufweisen. Der Höchstwert liegt bei 14 g/l.

halbtrocken“: Halbtrockenen Weine dürfen einen Restzuckergehalt von g/l Säure+10 nicht überschreiten bis höchstens 18g/l Restzucker.

mild“: Sind süße Weine mit einem Restzuckergehalt von über 18g/l.

Weinstein: Manchmal kommt es bei Weinen zu kristallinen Ausscheidungen, die sich am Flaschenboden und am Kork ablagern. Sie entstehen durch Verbindung von Weinsäure mit Kalium oder Calcium. Die beiden letzteren Mineralien befinden sich ganz natürlich in der Erde und werden von der Rebwurzel aufgenommen und zum Teil auch in die Trauben eingelagert. Sie verbinden sich im Laufe der Lagerung des Weines mit der Weinsäure. Diese Reaktion entspricht chemisch einer Neutralisation. Sie ist kaum beeinflussbar, und kann bei hochwertigen Weinen bis zu einem Jahr dauern. Man unterscheidet bis zu 7 verschiedene Arten des Weinsteines. Die meistvorhandene ist das Kaliumtartrat, in hochwertigen Weinen aber überwiegt der Anteil an Calciumtartrat, das erst viel später als die erstgenannte Form ausscheidet.